Nachdem ein Arschloch vor einiger Zeit mein Fahrrad verprügelt hat und der Vorderreifen hinüber ist, bin ich ohne fahrbaren Untersatz. Aus Gründen die sich mir nicht erschließen, passt keine 28er Felge an den Platz an dem vorher auch eine 28er Felge saß. Erst habe ich eine auf dem Flohmarkt gekauft - passt nicht. Dann (für den 10fachen Preis) im Fahrradladen - passt auch nicht.
Bleibt also Maltes Fahrrad. Das ist genau ein Fahrrad zu wenig für zwei. Gestern habe ich mich also auf dem Gepäckträger zum Markt fahren lassen. Jaaa, wenn man sich das so vorstellt, sieht es nach ziemlicher Idylle und ameliesker Romantik aus, wenn der Boyfriend einen so in der Gegend rumfährt, während man mit lässig überschlagenen Beinen und mit einem großen Einkaufskorb da sitzt und die Nase in die Sonne hält. Soviel zur Theorie. In Wirklichkeit hat man doch nach den ersten 500 Metern schon dass Gefühl, dass die ganzen Gepäckträgerstangen die beiden Ursprungspobacken in viele kleine Pobacken zu unterteilen beginnen. Dann bleibt der Einkaufskorb an einem Baugerüst hängen und man macht einen optisch und gesundheitlich wenig vorteilhaften Hüpfer vom Gepäckträger. Wenn der Korb auf dem Rückweg dann gefüllt ist, kann man das Rad mit dem Korb auf dem Gepäckträger dann in aller Ruhe nach Hause schieben.
Auf dem Wochenmarkt gibt es das Obst und Gemüse ja meistens in diesen hübschen dreieckigen Papiertüten mit Sprüchen von von 50 Jahren drauf. Hübsch hin oder her - zuhause packt man den ganzen Kram doch meist eh wieder aus und die Tüten wandern in den Müll. Deshalb habe ich mir ein paar Beutel in verschiedenen Größen genäht und da lassen ich den Bauern und die Bäuerin dann das ganze gesunde Grünzeug einpacken.

