Gestern war ich in einem Fachgeschäft für Babybedarf *. Da bin ich nun fast jeden Tag von einem Haufen Kinder umgeben, aber in so einem Laden war ich noch nie. Ohne hier jetzt allzusehr mit dem pädagogischen Zeigefinger zu fuchteln, muss ich mich doch sehr wundern, wieviel Schrott jungen Eltern angedreht wird und wieviele einfache Dinge es dafür nicht gibt. Von 40 Hochstühlen waren 2 nicht aus Plastik und es gibt kunterbunte Lauflernwagen an denen es gleichzeitig blinkt, rasselt, trötet und rotiert (Kinder lernen laufen, wenn sie in ihrer Entwicklung motorisch so weit fortgeschritten sind, dass sie es schaffen ihren kleinen mopsigen Körper auf zwei wackeligen Beinen zu halten und nicht wenn Tante Frieda meint, das ideale Weihnachtsgeschenk gefunden zu haben). Überhaupt ist alles buntbuntbunt. Versteht mich richtig - ich finde bunt gut, aber meine Augen sind auch schon einiges gewöhnt. Das Sehvermögen von Neugeborenen ist begrenzt, sie können in den ersten Monaten nur starke Kontraste erkennen. In diesem ganzen Laden gab es nicht ein einziges Mobilé in schwarz-weiß, statdessen ist alles knallgelb-knallpink und knallorange und am besten noch mit niedlichen Tierchen bedruckt. Einfach süß.
Okay, genug gemotzt.
* Ich bin nicht schwanger, ich brauchte nur ein Kühlschrankschloss weil
die Wahnsinnskatze die Gestaltung ihrer Malzeiten in der letzten Zeit
öfter mal selbst in die Hand genommen hat.
Vorhin bin ich über diesen Kettenanhänger gestolpert, den ich vor in paar Jahren aus alten Glas- und Keramikperlen gemacht habe. Manche Dinge brauchen eben ein bisschen länger bis man bereit ist sie fertigzustellen (es fehlte die Öse für die Kette). Eine Zeit lang habe ich viel alte Perlen und Ketten gekauft (die ich dann zerschnibbelt habe). Die meisten habe ich auf Stoff genäht und einige verspinne ich jetzt hin und wieder. Schmuck ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich find viele Sachen hübsch, aber ich werde irre, wenn ich sie trage. Von Ketten bekomme ich Beklemmungen und gegen Ohrringe bin ich allergisch. Vor ein paar Jahren habe ich den letzten Ohrringversuch gestartet und das Ergebnis war, dass ich in die Notfallpraxis musste. Eine größere Looser-Verletzung als ein entzündetes Ohrloch kann man in einer Notfallpraxis abends um 11 kaum haben.
Für diesen Anhänger mache ich aber mal eine Ausnahme und trage ihn ohne zu murren.
Alle Stoffrotationspäckchen sind jetzt unterwegs zu ihren neuen Wirkungsstätten. Viele Grüße und gute Ideen für alle die mitgemacht haben!
Wenn ihr morgen in eine neue Woche startet, versucht mal diesen Song - der hilft!