Platz ist in der kleinsten Hütte und Gemüse wächst auch gut in alten Küchensieben.
Nachdem ich jahrelang nicht mal eine olle Primel am Leben halten konnte oder es mir zumindest solange eingeredet habe, bis das Blümchen tatsächlich den Kopf hängen ließ, kann ich nun von großen Fortschritten in der Gartenabteilung berichten. Bisher ist bis auf eine Gurkenpflanze noch nix gestorben, was mal eine reelle Chance hatte. Folgendes habe ich bisher unter Anderem gelernt:
1. Tomaten aus Samen selber ziehen übesteigt meinen Horizont und das ist okay
2. Brennnesseljauche stinkt übel- aber immer noch besser als Großstadt in der Rush-Hour
3. Um sich selbst nicht zu entmutigen hilft es, sich an Idioten-Gemüse zu halten ( Unverwüstliches und schnellwachsendes wie Erbsen, Bohnen usw)
4. Malte ist ebenfalls sehr ambitionierter Gärtner, solange man die Pflanze oder ihre Früchte essen kann
5. Alte Fahrradfelgen kosten nichts und eignen sich vorzüglich als Rankhilfen
Brennnesseljauche ist ein biologischer Dünger und wird so gemacht:
In einen Eimer mit Deckel sammelst du Brennnesselpflanzen und gießt sie dann mit Wasser auf. Pro Liter Wasser nimmst du etwa 4 Brennnesselpflanzen. Deckel drauf und stehen lassen. Die Suppe jeden Tag umrühren. Nach ein paar Tagen fängt das Gebräu an zu gären, bildet Schaum und stinkt als würden Füße kacken. Luft anhalten und weiter jeden Tag umrühren bis der Schaum weg ist. Dann mischst du die Jauche 1:20 mit Wasser und gießt damit die Pflanzen.