Vielleicht mein Lieblingskapitel im "Einmaleins des guten Tons": Darf "sie" um "ihn" werben?
"Denn noch immer ist es das schönste Recht der Frau, sich umwerben zu lassen, und ihre schönste Pflicht, in weiblicher Zurückhaltung nicht den Ersten, sondern den Zweiten Schritt zu tun, wenn es um Dinge der Liebe und Ehe geht. Die unverblühmt auf Männerfang ausgehende Frau ist noch abstoßender als der tollste Frauenjäger, und dass die ihre Freunde ständig mit Briefen, Telephonanrufen, Einladungen und anderen Dingen bombadierenden Weiblichkeiten nicht gerade dazu beitragen, dass Bild der Frau zu heben, steht ausser Zweifel."
"Was hier vor allem den jungen Mädchen gesagt werden soll, ist folgendes: Lasst euch die Freude am Zusammensein mit der anderen Fakultät nicht trüben - es wäre schade, wenn ihr männerscheue, altjüngferliche Zimperliesen sein wolltet.
Aber seit auch hier, wie überall im Leben, kritisch und stolz und brecht eine Beziehung, die auf ein schiefes Gleis zu geraten droht, lieber früher als zu spät ab, auch wenn das ein paar bittere Tränen kostet. Besser, ihr weint sie jetzt als später, wenn ihr erkennen müsst, wie falsch ihr gehandelt habt. Denkt immer daran, dass noch ein langes Leben vor euch liegt und das keine "Erfahrung" das aufwiegt, was ihr jetzt an Zauberhaftem und Unwiederbringlichem durch diese Erfahrung verlieren würdet."
"Die Frau wählt, wenn sie klug ist, die Zurückhaltung ihres Handelns. Wenn sie klug ist, wird sie ferner den Mann, den sie liebt, nicht mit unnötigen Fragen nach seiner "Vergangenheit" bedrängen - kann sie damit auch nur einen Bruchteil ungeschehen machen? "